Gedenken an die Vergessenen: Einweihung der Erinnerungszeichen in Neuaubing
In einer feierlichen Zeremonie wurden in Neuaubing neue Erinnerungszeichen eingeweiht, die den Opfern der Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus gewidmet sind. Diese Stelen markieren einen wichtigen Meilenstein in der lokalen Aufarbeitung der Geschichte und geben den Menschen, die im ehemaligen Reichsbahnlager Neuaubing leiden mussten, ein sichtbares Gedenken zurück.
Initiative und Engagement
Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Antje Brandl, der ersten Vorsitzenden unseres Vereins. Auf ihre Initiative hin wurde das Projekt vorangetrieben. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement ist, um die Geschichte des eigenen Viertels nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Die Siedlung der Dornier-Eigenheimer liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum historischen Ort des Geschehens, was die Verbindung zwischen heutiger Nachbarschaft und historischer Verantwortung unterstreicht.
Das Reichsbahnlager Neuaubing
Das ehemalige Zwangsarbeiterlager der Reichsbahn in Neuaubing ist eines der wenigen erhaltenen Lagerensembles dieser Art. Während des Zweiten Weltkriegs waren hier Tausende von Menschen untergebracht, die zur Arbeit für die Deutsche Reichsbahn gezwungen wurden. Die neuen Stelen dienen dazu:
- Die Identität der Opfer zu würdigen.
- Historische Informationen direkt am Ort des Geschehens zu vermitteln.
- Einen Ort des Innehaltens für Hinterblieben, Anwohner und Besucher zu schaffen.
Bedeutung für das Viertel
Die Einweihung stieß auf breites Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern aus Politik und Kultur. Die Erinnerungszeichen sind Teil eines stadtweiten Projekts der Landeshauptstadt München, das anstelle von Stolpersteinen auf aufrechtstehende Stelen und Tafeln setzt, um die Biografien der Verfolgten im öffentlichen Raum präsent zu machen.
Durch die Initiative von Antje Brandl und der Siedlervereinigung wird deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit nicht nur eine akademische Aufgabe ist, sondern im Herzen der Gemeinschaft stattfindet. Die Stelen sind nun ein fester Bestandteil des Neuaubinger Stadtbildes und mahnen zum „Niemals wieder“.





